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Gartenkalender: Juli
Im Garten allgemein Biologische Bekämpfung von Stechmücken
 Um wertvolles Trinkwasser zu sparen und um seinen Pflanzen weiches Wasser bieten zu können, wird in den Gärten vermehrt Regenwasser aufgefangen. Stehende Gewässer dienen allerdings Stechmückenlarven als Kinderstube, bevor sie sich zu diesen Plagegeistern entwickeln, die einem den Grillabend verderben können. Ein biologisches Präparat auf Bacillus thuringiensis-Basis (z. B. Steckmückenfrei von Neudorff) ohne schädliche Nebenwirkungen schafft Abhilfe. Ein paar Tropfen ins Wasser und die Mückenlarven sterben ab.
Blattläuse bekämpfen
  Der Juli ist oft “Blattlausmonat”. Nimmt der Blattlausbefall überhand und sind nicht genügend natürliche Gegenspieler wie Florfliegenlarven, Marienkäfer, Schlupfwespen etc. vorhanden, kann mit einem nützlingsschonenden Mittel wie beispielsweise Neudosan (Wirkstoff: Kaliseife) gespritzt werden. Die beste Wirkung wird bei Tropfnassspritzung morgens oder abends bei trockener Witterung erzielt.
Trockenes Klima vergrault Pilzkrankheiten
Pilzkrankheiten wie Salatfäule, Grauschimmel u. a. benötigen ein feuchtes Milieu, um sich auf Pflanzen ansiedeln zu können. Weite, luftige Pflanzungen, bedarfsgerechtes Gießen in den Wurzelbereich, statt über die Pflanzen, und morgendliches Gießen statt Gießen am späten Abend sind wirkungsvolle Methoden, die helfen, Pilzkrankheiten zu vermeiden.
Obst Sommerschnitt an Obstbäumen
Im Juli und August wird der Sommerschnitt an Obstgehölzen durchgeführt. Bei Jungbäumen und Spalieren werden vor allem Konkurrenztriebe sowie kranke und störende Triebe entfernt. Bei stark tragenden Bäumen wird nur ausgelichtet, nicht tragende können durch einen stärkeren Sommerschnitt gefördert werden. Sauerkirschen werden nach der Ernte ausgelichtet und ihr abgetragenes Fruchtholz auf kleine Nebenäste zurückgesetzt. Der Juli ist auch die Zeit für die Himbeerpflege: Abgeerntete Himbeerruten werden bis zum Boden zurückgeschnitten. Von den Neutrieben lässt man etwa 10 Stück pro laufendem Meter stehen.
Im Nutzgarten Gemüse
Jetzt Endivien pflanzen
Für die Ernte im Oktober wird vorgezogener Endiviensalat in der Zeit von Mitte bis Ende Juli ins Freiland gepflanzt. Im ungeheizten Gewächshaus kann Endivie noch bis Ende August gepflanzt werden. Bei eigener Jungpflanzenanzucht beziehungsweise bei Direktsaat muss einen Monat früher begonnen werden. Der endgültige Pflanzenabstand sollte jeweils 30 x 30 cm betragen.
Bei kranken Tomaten, Gurken, Problemen mit Ameisen und Schnecken im Garten besuchen Sie www.gartenprobleme.de
Kleingewächshaus: Nicht bei der Lüftung sparen
Jetzt zeigt sich, ob beim Kauf des Kleingewächshauses am falschen Platz gespart wurde. So wichtig in der kalten Jahreszeit nämlich der Schutz vor tiefen Temperaturen ist, so wichtig ist im Sommer die Belüftbarkeit des Kleingewächshauses, denn fast alle Gemüse und die meisten anderen Pflanzen (Kakteen, Alpinhaus, mediterrane Pflanzen usw.) benötigen um diese Jahreszeit viel frische Luft, damit sie kräftig und gesund wachsen. Und hier locken billige Gewächshaus-Angebote mit einer schmalen Tür und einem winzigem Dachfenster als einzige Belüftungsmöglichkeiten oft in eine Falle, die Temperaturen klettern an Hochsommertagen im Gewächshaus weit über 35 Grad Celsius, das Gemüse schlappt und erleidet oft dauerhaften Schaden. Ein Kleingewächshaus kann im Sommer gar nicht genügend Lüftungsöffnungen haben. Damit die Luft auch zirkulieren kann, sollten sich Lüftungsfenster sowohl in den Seitenwänden, als auch am Dach befinden. Besonders empfehlenswert sind Kleingewächshäuser, bei denen sich eine Seitenwand im Sommer ganz wegklappen lässt. Wo das "falsche" Gewächshaus bereits im Garten steht und sich nachträglich keine Fenster oder Zwangsbelüfter mehr einbauen lassen, muss man sich mit Schattieren behelfen, um die Temperaturen wenigstens etwas niedriger zu halten. Zum Schattieren eignen sich vor allem Schattiermatten oder -gewebe, die man an trüben Tagen schnell wieder entfernen kann. Mehr zu Garten-Gewächshäusern bei www.kleingewaechshaus.de
Ziergarten
Sommerblumen - auch im Topf wahre Schönheiten
Die Balkonkästen sind schon alle bepflanzt und auch die Sommerblumenbeete bereits voll. Doch obwohl die Pflanzzeit schon längst vorbei ist, sieht man beim Gärtner oder im Gartencenter immer wieder Neuheiten, die man gerne ausprobieren und mit nach Hause nehmen möchte. Kein Problem, wenn man sie in einen Topf pflanzt, findet man immer noch ein Plätzchen, sei es auf dem Balkon, der Terrasse oder zur Zierde des Hauseingangs. Allerdings sollte das Pflanzgefäß nicht allzu klein sein, denn sonst bietet es nicht genügend Speicher für Wasser und Nährstoffe und nicht ausreichend Standfestigkeit. Umtopfen nach dem Kauf ist fast in jedem Fall anzuraten, denn die Töpfe, in denen die Pflanzen herangezogen und verkauft werden, sind fast immer bereits viel zu klein geworden. Wichtig bei der Topfkultur ist in jedem Fall mäßiges, aber regelmäßiges Gießen und Düngen, natürlich immer abhängig vom Standort, dem Wetter und dem Verbrauch der Pflanze. Geeignet sind sowohl Ton- als auch Kunststofftöpfe, wobei bei den Tontöpfen öfter gegossen werden muss, bei Kunststofftöpfen dafür aber mehr Vorsicht vor Übergießen geboten ist.
Sommerschnitt von Hecken
-> Hecken schneiden, Sträucher schneiden - warum, wann und wie?
Fassadenbegrünung, die Früchte trägt
Die “Weiki” (Weihenstephaner Kiwi), diese kleinfrüchtige Kiwi, die an der Technischen Universität München-Weihenstephan ausgelesen wurde, eignet sich mit ihren schön geformten Blättern auch hervorragend zur Wandbegrünung. Dazu benötigt sie eine Kletterhilfe, deren Abstand zur Wand etwa 10 bis 15 cm betragen sollte. Die “Weiki” kann auch als Sichtschutz genutzt werden, wenn das Spalier beispielsweise an einer Terrasse oder vor einem Kompostplatz angebracht und mit “Weiki” begrünt wird - allerdings sind die Pflanzen nur im Sommer belaubt. Hinsichtlich des Lichts ist die "Weiki" nicht wählerisch, sie gedeiht sowohl an sonnigen, halbschattigen, als auch fast vollschattigen Standorten sehr gut. Sie kann - nach Jahren - eine Höhe von ca. 5 bis 6 m erreichen, bei einer Breite von etwa 3 bis 6 m pro Pflanze. Um im Herbst die süßen Früchte ernten und genießen zu können, sind allerdings zwei Pflanzen, eine weibliche und eine männliche Pflanze notwendig, denn die "Weiki" ist zweihäusig. Oft werden sie bereits “im Doppelpack” verschickt, z. B. von Gärtner Pötschke über Amazon
. Mit den ersten Ernten ist erst ab dem vierten Jahr zu rechnen. Die Weiki ist sehr pflegeleicht. Wer wenig Platz hat oder plant demnächst umzuziehen, kann sie auch im Kübel halten. -> Mehr zur Weiki -> Mehr zu Sichtschutz
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