Den Traum vom eigenen Gewächshaus wahr machen

Das optimale Gewächshaus erfüllt die Nutzungswünsche seiner Besitzer, sieht gut aus und ist dabei auch noch umweltfreundlich.

Gewächshaus

Mit einem Gewächshaus im Garten, am Haus, auf dem Balkon oder auf einer (Dach-) Terrasse können Selbstversorger, Urban Gardener und Hobbygärtner Pflanzen für den Garten vorziehen, früher und länger Gemüse und Kräuter anbauen, empfindliche Sommergemüse vor Regen und Kälte schützen oder Kübelpflanzen überwintern. Pflanzenliebhaber können ihre Kakteen, Orchideen oder eine andere Pflanzensammlung unterbringen. Allerdings ist kein Gewächshaus für alle Nutzungsmöglichkeiten gleichermaßen geeignet, deshalb sollte man sich als Erstes überlegen, was einem am wichtigsten ist.

Das richtige Gewächshaus für die gewünschte Nutzung

Hier einige Beispiele:

Säen und Heranziehen
Für die Jungpflanzenanzucht benötigt man viel Wärme und Licht. Man braucht also ein Gewächshaus, das den hohen Wärme- und Lichtbedarf während der Keimung erfüllen kann – und das bereits ab Februar. Bei der Anschaffung eines solchen Gewächshaus muss besonders auf die Isolierung geachtet werden, damit die Heizkosten nicht durch die Decke gehen. Eine Möglichkeit der Energieeinsparung ist, eine Anzuchtkabine mit hohen Temperaturen in einem Gewächshaus mit moderater Beheizung einzurichten.

Lüftungsklappe

Gemüse und Kräuteranbau
Für den Gemüse- und Kräuteranbau dagegen sind schon die einfachsten, ungeheizten Gewächshäuser geeignet – wichtig sind große Lüftungsflächen, damit es im Sommer nicht zu heiß wird.

Überwinterung von Kübelpflanzen
Zur Überwinterung der meisten Kübelpflanzen aus dem mediterranen Raum reicht ein frostfrei geheiztes Gewächshaus. Kübelpflanzen, die aus wärmeren Gefilden stammen, brauchen es jedoch wärmer.

Schon vor dem Gewächshauskauf ans Energiesparen denken

Je wärmer das Gewächshaus im Winter sein soll, desto mehr sollte man in eine gut Isolierung stecken, beispielsweise in eine thermisch getrennte Konstruktion in Kombination mit einer Eindeckung aus Wärmeschutzglas oder Mehrfachstegplatten aus Acrylglas. Solche Gewächshäuser sind teuerer, sparen dann aber Heizkosten und machen optisch mehr her. Wenn es auf die Optik weniger ankommt, kann man ein Gewächshaus nachträglich mit Luftpolsterfolie zusätzlich isolieren.

Weitere Umweltaspekte sind die Langlebigkeit des Gewächshauses sowie die Nachhaltigkeit bzw. Recyclebarkeit der verwendeten Materialien.

Der beste Standort für das Gewächshaus

Schon bevor man sich Gewächshäuser anschaut, sollte man sich über den späteren Standort Gedanken machen. Die meisten Pflanzen benötigen möglichst viel Licht, deshalb sollte das Gewächshaus einen entsprechenden Standort erhalten.

Das Gewächshaus soll aber auch zum Garten und zum Besitzer passen, denn ein Gewächshaus verändert das Bild des Gartens oder des Balkons gravierend. Wer es unauffälliger mag, für den kann ein Erdgewächshaus eine Alternative sein – es verändert das Bild weniger und ist außerdem energiesparend.

Vor dem Gewächshauskauf nicht vergessen

Schon bei der Gewächshausplanung und vor dem Gewächshauskauf (siehe auch Gewächshaus-Hersteller) muss man außerdem an Grenzabstände und andere behördliche Auflagen denken. Als Mieter muss man mit dem Vermieter sprechen, als Eigentümer eines gemeinsam genutzten Wohnobjektes benötigt man das Einverständnis der Eigentümergemeinschaft.

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Technik und Nutzung

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Über Eva Schumann

Werbefinanzierte Online-Publikationen: www.tinto.de. Journalistin, Bloggerin, Autorin, Texterin und Technische Redakteurin mit Garten-/Gartenbau- sowie IT/Kommunikation-Background: www.evaschumann.biz.
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